Staatliche Hilfen

Kritik an Subventionierung von Energiekonzernen

Die Grünen im niedersächsischen Landtag kritisieren eine Anfang des Jahres in Kraft getretene Verordnung zur Erdgasförderung als "dreiste Subventionierung" der Energiekonzerne. Die Landesregierung verteidigt sich: Man wolle eine Abwanderung der Konzerne verhindern.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (dapd/red) - So dürften die Unternehmen ihre Gas- und Öl-Förderabgabe bei nicht erfolgreichen Suchbohrungen um bis zu zwei Millionen Euro verringern, teilte die Fraktion am Donnerstag in Hannover mit.

Umstrittene Fracking-Technik

Außerdem werde in diesem Jahr auf Erdgas, das aus Tonschichten gefördert werde, keine Förderabgabe erhoben. Bei Gewinnung von Erdgas aus diesen Schichten kommt das umstrittene Fracking-Verfahren zum Einsatz, bei dem Chemikalien in den Boden gepresst werden.

Landesregierung will Konzerne im Land halten

Aus Niedersachsen kommen mehr als 90 Prozent des in Deutschland geförderten und 10 bis 13 Prozent des hierzulande verbrauchten Erdgases. Die Ministeriumssprecherin begründete die Unterstützung der global operierenden Konzerne auch damit, dass diese anderswo billiger und mit geringeren Umweltauflagen bohren könnten.