Klimapaket sorgt für Wirbel

Kritik an EU-Klimaplänen von Wirtschaft und Umweltschützern

Das diese Woche vorgestellte Klimapaket der Europäischen Kommission ist weiterhin heftig umstritten. Die Industrie warnt davor, dass die durch den Emissionshandel entstehenden Kosten dem Standort Europa schaden werden, Umweltschützern gehen die Maßnahmen nicht weit genug.

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Brüssel/Berlin (ddp/sm) - Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, warnte vor "zusätzlichen Kosten in Milliardenhöhe" für Deutschland. "Wir laufen Gefahr, dass die industrielle Basis in Europa und vor allem in Deutschland erodiert", fügte er hinzu und warnte vor Strompreiserhöhungen, Standortverlagerungen und dem Verlust von Arbeitsplätzen.

Auf scharfe Kritik stießen die Pläne auch bei Umweltschützern. "Die Klimaschutzziele der EU-Kommission reichen bei weitem nicht aus", sagte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Hubert Weiger. Die EU und die anderen Industriestaaten müssten ihre Emissionen bis 2020 um mindestens 30 und nicht wie geplant lediglich um 20 Prozent reduzieren. Nur dann könne die Erderwärmung auf maximal zwei Grad begrenzt werden.