Gesprächsbedarf

Krisentreffen zur Energiewende angesetzt

Wegen der Probleme bei der Offshore-Windenergie und beim Ausbau der Stromnetze hat das Bundeswirtschaftsministerium einem Zeitungsbericht zufolge Vertreter von Bund und Ländern und des Netzbetreibers Tennet zu einem Krisentreffen eingeladen. Dieses findet offenbar am 8. August statt.

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Hamburg (dapd/red) - Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" (Montagausgabe) ist das Gespräch zur Energiewende für den 8. August geplant. Neben den norddeutschen Bundesländern und Bayern sollen auch Vertreter aus dem Bundeskanzleramt, dem Bundesumweltministerium und der Bundesnetzagentur teilnehmen.

Investitionsstau beim Netzausbau beheben

Der Vorsitzende der norddeutschen Ministerpräsidentenkonferenz, Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD), forderte "schnellstens eine Lösung", damit man den ungeheuren Investitionsstau beim Netzausbau beheben könne. Denkbar dafür sei auch die unter den norddeutschen Ministerpräsidenten schon diskutierte Deutsche Netzagentur.

Bund solle Netzgesellschaft gründen

Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) bekräftigte seine Forderung, eine neue Offshore-Netzgesellschaft zu gründen, an der sich der Bund als Mehrheitseigentümer beteiligen soll. Auch die SPD-Regierungschefs Olaf Scholz (Hamburg), Torsten Albig (Schleswig-Holstein) und Erwin Sellering (Mecklenburg-Vorpommern) verlangten schnelle Entscheidungen, um den Ausbau der Windkraft in Nord- Und Ostsee nicht weiter zu gefährden.