Strom-News
StandpunktUngeachtet möglicher Proteste will Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann den Ausbau der Windkraft im Land voranbringen. "Wir wollen diese Windräder in die Landschaft stellen", sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag bei einer Veranstaltung des Energieversorgers Badenova in Freiburg.
Freiburg (dapd/red) - "Wir können nicht immer auf Konsens hoffen", sagte er. "Natürlich wird es auch Proteste geben", so Kretschmann. Das sei völlig normal. Man könne die Anlagen, die im Interesse des Gemeinwohls seien, "nun mal nicht in den Keller stellen". Jedes Jahr sollen in Baden-Württemberg bis 2020 rund 100 neue große Anlagen entstehen, die in Windparks gebündelt werden.
Die Windenergie habe in Baden-Württemberg den größten Nachholbedarf unter den erneuerbaren Energien. Die Energieversorgung solle entschlossen und zügig umgestellt werden, dabei solle sich der Anteil der Windkraft bis 2020 auf zehn Prozent erhöhen. Vorgesehen ist, dass die erneuerbaren Energien bis dahin einen Anteil von 35 Prozent erreichen.
Zur Endlagerung des Atommülls sagte Kretschmann: "Wir können das nur in einem nationalen Konsens lösen, parteiübergreifend". Dabei sei der sicherste Standort das Kriterium und nicht die Frage 'Wer kriegt's ab'. Darüber werde er in der kommenden Woche mit Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (beide CDU) diskutieren.
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Die Hochschule Bremerhaven und die Universität Oldenburg wollen Akademiker durch ein spezielles Weiterbildungsstudium fit für die Offshore-Branche machen. Das Aufbaustudium soll Ingenieure, Juristen oder auch Betriebswirte ab dem Wintersemester 2012 zu zertifizierten Fachkräften für Offshore-Windenergie fortbilden.
Die Bürger in Deutschland treiben die Energiewende voran: Privatleute sind die größte Gruppe unter den Eigentümern von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Marktforschungsinstituts Trend Research und des Kölner Klaus-Novy-Instituts zeigt.
Nachdem der EnBW-Großaktionär Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) grünes Licht für eine Kapitalerhöhung gegeben hat, ist eine Debatte über die zukünftige Gesellschafterstruktur des Energiekonzerns entbrannt. Ministerpräsident Kretschmann hält bei einer Kapitalerhöhung mehrere Varianten für denkbar.
Beim hessischen Energiegipfel zeichnen sich erste Entscheidungen ab: Auf zwei Prozent der Landesfläche sollen nach einer Empfehlung einer Arbeitsgruppe Windräder aufgestellt werden. Das freut nicht zuletzt die SPD, die die christdemokratische Umweltministerin als "lernfähig" lobte.
Mit seinen Plänen für eine eigene Windkraft-Fachmesse geht Hamburg auf Konfrontationskurs zum bisherigen schleswig-holsteinischen Messestandort Husum. Man habe sich darauf verständigt, ab September 2014 in Hamburg eine international bedeutende Messe der Windkraftbranche zu etablieren.Strompreise vergleichen
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