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04.11.2011, 09:30 Uhr

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Standpunkt

Kretschmann will Windkraft auch gegen Proteste durchsetzen

Ungeachtet möglicher Proteste will Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann den Ausbau der Windkraft im Land voranbringen. "Wir wollen diese Windräder in die Landschaft stellen", sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag bei einer Veranstaltung des Energieversorgers Badenova in Freiburg.

Windkraft

Freiburg (dapd/red) - "Wir können nicht immer auf Konsens hoffen", sagte er. "Natürlich wird es auch Proteste geben", so Kretschmann. Das sei völlig normal. Man könne die Anlagen, die im Interesse des Gemeinwohls seien, "nun mal nicht in den Keller stellen". Jedes Jahr sollen in Baden-Württemberg bis 2020 rund 100 neue große Anlagen entstehen, die in Windparks gebündelt werden.

Windkraft hat Nachholbedarf

Die Windenergie habe in Baden-Württemberg den größten Nachholbedarf unter den erneuerbaren Energien. Die Energieversorgung solle entschlossen und zügig umgestellt werden, dabei solle sich der Anteil der Windkraft bis 2020 auf zehn Prozent erhöhen. Vorgesehen ist, dass die erneuerbaren Energien bis dahin einen Anteil von 35 Prozent erreichen.

Konsens in Atommüllfrage gesucht

Zur Endlagerung des Atommülls sagte Kretschmann: "Wir können das nur in einem nationalen Konsens lösen, parteiübergreifend". Dabei sei der sicherste Standort das Kriterium und nicht die Frage 'Wer kriegt's ab'. Darüber werde er in der kommenden Woche mit Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (beide CDU) diskutieren.

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