In Mecklenburg-Vorpommern

Krankenhäuser vernachlässigen Energieeinsparung

In Mecklenburg-Vorpommern sind nur wenige Krankenhäuser auf einem konsequenten Energiesparkurs. Erst drei der 35 Einrichtungen nutzten regenerative Energien, hieß es heute auf dem Krankenhausumwelttag des in Rostock. Dabei sind Krankenhäuse Großverbraucher von Energie, Wasser und Wärme.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Rostock (ddp-nrd/sm) - "Es wäre viel zu tun, wenn nicht die Investitionskosten so hoch wären", begründete Peter Rudolph, Vorsitzender des Arbeitskreises Umwelt in der Krankenhausgesellschaft, die Zurückhaltung der Einrichtungen. Andererseits seien Krankenhäuser Großverbraucher von Energie, Wasser und Wärme, so dass sich Einsparungen deutlich bemerkbar machen würden.

Berechnungen zufolge verbraucht ein Patient im Krankenhaus das Sechsfache an Energie und produziert ebenfalls sechs Mal so viel Müll wie eine Person in einem normalen Haushalt. Grund ist unter anderem der hohe Stromverbrauch der medizinischen Geräte und der hohe Anteil an Einweg- und Verpackungsmaterial. Energie und Wärme holen sich bislang nur die Krankenhäuser in Rostock, Wolgast und Teterow aus Solaranlagen und anderen regenerativen Energiequellen. Das sei viel zu wenig, sagte der Staatssekretär im Landesumweltministerium, Harald Stegemann, in Rostock. Im Vergleich dazu seien binnen kurzem 30 Kirchendächer mit Sonnenkollektoren bestückt worden.

Stegemann verwies auf die anhaltend gute Förderung von Investitionen in den Klimaschutz. Genauso wichtig sei aber auch, die Mitarbeiter der Krankenhäuser zum Energiesparen anzuhalten. So führen nach Auskunft von Krankenhausvertretern bereits neue Wasserhahnsysteme zu einer Einsparung der Wasserkosten von zehn Prozent.