Energietechnologie

Krankenhäuser: Bis zu 40 Prozent Energiekosten sparen

Durch den Einsatz alternativer Energien zur Stromerzeugung in Verbindung mit KWK-Anlagen können aus einem Krankenhaus eine wirtschaftliche Energiezentrale gemacht werden, so Umweltministerin Tanja Gönner. Zudem wies die baden-württembergische Ministerin auf die erfolgreiche Arbeit der Energieagenturen hin.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - "Klimaschutz kann nur erfolgreich sein, wenn Maßnahmen in allen Bereichen umgesetzt werden. Beim Gebäude- und Betriebsmanagement gilt es noch erhebliche Potentiale zu nutzen", sagte die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner gestern bei einem Seminar der Umweltakademie, dessen Thema die Kostenreduktion in Kliniken und Heimen durch Innovative Energietechniken und -einsparungen war.

In Großgebäuden wie Krankenhäusern könne der Einsatz alternativer Energien zur Energieerzeugung in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) aus der Heizzentrale dann sogar eine hoch wirtschaftliche Energiezentrale machen. "So kommen Ökologie und Ökonomie zusammen", betonte Gönner. Mit innovativen Konzepten und Technologien könnten Energiekosten zwischen zehn und vierzig Prozent eingespart werden. Umgerechnet auf den Patienten würden sich jährlich rund 5.000 Liter Heizöl pro Patientenbett in einem Krankenhaus an Einsparmöglichkeiten ergeben. "Das sind wertvolle Fakten für Geschäftsführer, technische Leiter sowie Umwelt- und Energiebeauftragte aus Krankenhäusern, Klinken, Alten- und Pflegeheimen", erklärte Gönner. Besonders bei Um- und Neubaumaßnahmen bei Gebäude und Technik sei die Umsetzung der Einsparpotenziale besonders interessant.

Elf regionale Energieagenturen in Baden Württemberg

In diesem Zusammenhang wies die Ministerin auch auf die erfolgreiche Arbeit der Energieagentur Biberach und der Energieagenturen im Land hin. Es gebe landesweit inzwischen elf regionale Energieagenturen. "In regionalen Agenturen werden die Kompetenzen gebündelt und so Anlauf- und Informationszentren geschaffen. Wir brauchen das Engagement in den Städten und Gemeinden." Über die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) in Karlsruhe erfolge der regelmäßige Erfahrungsaustausch. Die KEA setze außerdem das Förderprogramm Klimaschutz-Plus um. Insgesamt stünden daraus in diesem Jahr für den Einbau energiesparender und umweltfreundlicher Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Betrieben sechs Millionen Euro zur Verfügung. "In öffentlichen Gebäuden gibt es große Optimierungspotenziale. Wir setzen ganz bewusst bei Nichtwohnungsgebäuden einen Schwerpunkt, um auch in diesem Bereich einen Impuls zu geben."