Atom-Laufzeiten

Kramp-Karrenbauer nennt Laufzeitverlängerung einen "Fehler"

Die künftige CDU-Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, hat die schwarz-gelbe Laufzeitverlägerung einen "Fehler" genannt. Unterdessen warnte der neue FDP-Vorsitzende Philipp Rösler die Union vor einer Abschaffung der gerade erst eingeführten Brennelementesteuer.

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Berlin, Frankfurt/Main (dapd/red) - Kramp-Karrenbauer, hat sich für eine beschleunigte Energiewende ausgesprochen. Die schwarz-gelbe Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke "war ein Fehler. Es ist richtig, dass sie jetzt zurückgenommen wird", sagte die CDU-Politikerin der "Frankfurter Rundschau" (Freitagausgabe).

Kramp-Karrenbauer soll im August als Nachfolgerin von Ministerpräsident Peter Müller (CDU) gewählt werden. Am Samstag wird sie Müller voraussichtlich als saarländische CDU-Chefin beerben. Bei einem Landesparteitag in Dillingen stellt sie sich zur Wahl.

Streit um mögliche Abschaffung der Atomsteuer

Unterdessen verschärft sich wenige Tage vor dem Koalitionsausschuss am Sonntag der Streit zwischen Union und FDP um den Fortbestand der Brennelementesteuer. In der "Bild"-Zeitung (Freitagausgabe) warnte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) den Koalitionspartner vor einer Abschaffung der erst jüngst neu eingeführten Atomsteuer.

Die Union müsse "offen sagen, ob sie die Brennelementesteuer wirklich abschaffen will - und wie sie das gegenfinanzieren will. Die FDP ist jedenfalls dagegen", sagte Rösler der Zeitung und fügte hinzu: "Wir sollten die Mehrbelastungen für den Bundeshaushalt so gering wie möglich halten."