Kraftwerkstagung in Cottbus: Bilanz und Zukunft der neuen VEAG-Braunkohlewerke

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An der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus findet seit gestern und noch bis morgen die größte Kraftwerkstagung in Ostdeutschland seit der Wende statt. Über 370 europäische Wirtschaftslenker, Wissenschaftler sowie weitere Experten und Studenten analysieren und diskutieren über die neuen Braunkohlekraftwerke der VEAG.


Nach 1990 entstand in Ostdeutschland der modernste Braunkohlekraftwerkspark der Welt. Kernstück der Spitzentechnik sind die drei Neubaukraftwerke in Schwarze Pumpe (2 mal 800 Megawatt), Lippendorf (933 Megawatt) und Boxberg (907 Megawatt) mit zuvor unerreichten Wirkungsgraden von deutlich über 40 Prozent und höchstem Umweltstandard. Allein darauf entfallen 9,2 Milliarden DM des 20-Milliarden-Investitionsprogrammes der VEAG. "Damit wurden in strukturschwachen Regionen tausende Arbeitsplätze und eine erhebliche Wirtschaftskraft erhalten", bilanziert die VEAG stolz. Mit der Inbetriebnahme des Neubaublocks im Kraftwerks Boxberg im Oktober 2000 hat VEAG ihr Bauprogramm der Braunkohlekraftwerke termingerecht abgeschlossen. Die Tagung in Cottbus zieht nach zehn Jahren Aufbauarbeit Bilanz und behandelt zugleich die Zukunft der ostdeutschen Energiewirtschaft. Dazu zählt die Frage nach den perspektivischen Chancen der Braunkohleverstromung im Energiemix mit Kernkraft, Steinkohle, Gas und alternativen Energien. Diskutiert werden zudem Möglichkeiten der Weiterentwicklung von Umwandlungstechnologien.


Auch die personalpolitische Dimension wird Thema der Tagung sein. Verbunden mit dem Aufbauprogramm der Kraftwerke sei eine Modernisierung der Personalstruktur gewesen. Die neuen Kraftwerke mit ihrer fortschrittlichen Technik hätten einen wesentlich geringeren Personalbedarf und seien höchst effektiv organisiert.