Überkapazitäten

Kraftwerksindustrie muss Mitarbeiter entlassen

Nach Informationen des Handelsblatts brechen für die Kraftwerksindustrie harte Zeiten an: Durch die sinkende Nachfrage werden Überkapazitäten entstehen, auf die die Unternehmen nur mit Mitarbeiterentlassungen reagieren können. Betroffen sind ausnahmslos alle Kraftwerkehersteller. Zum Überleben wollen sie jetzt den Servicebereich ausbauen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Boom ist vorbei, jetzt drohen Überkapazitäten: Einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge sinkt die Nachfrage nach Kraftwerken derzeit drastisch, so dass die Kraftwerksindustrie vor hohen Überkapazitäten steht. Die Branche selbst schätzt diese Überkapazitäten sogar auf das Doppelte des Bedarfs. Aus diesem Grund drohen jetzt Mitarbeiterentlassungen.

Insbesondere die hohe Nachfrage aus den USA hätte laut Handelsblatt in den vergangenen Jahren für einen Boom gesorgt. Jetzt allerdings sei der Bedarf gedeckt, so dass beispielsweise Siemens in Newcastle 400 von 700 Arbeitsplätzen streichen wird. Die Unternehmensberatung Merrill Lynch erwartet, dass der Gewinn der Siemenssparte Stromerzeugung bis 2004 um mehr als die Hälfte gegenüber heute fallen wird. Weltmarktführer General Electric hat ebenfalls einen Stellenabbau insbesondere im Bereich der Fertigung von Gasturbinen in den kommenden neun Monaten angekündigt.

Der derzeitige Auftragsbestand sichere bei den meisten Unternehmen zwei Jahre lang die Umsätze, heißt es in dem Bericht weiter. Zudem wollen die Unternehmen den Service ausbauen. Siemens will die Einnahmen in diesem Bereich von 20 auf 40 Prozent Anteil am Umsatz steigern und General Electric plant eine Steigerung des Service-Umsatz von 18 Prozent in den nächsten fünf Jahren.

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