Steinkohlekraftwerk Lubmin

Kraftwerksgegner fordern Vertagung des Erörterungsverfahrens

Umweltverbände und Bürgerinitiativen haben das Staatliche Amt für Umwelt und Natur aufgefordert, das Erörterungsverfahren für das Kohlekraftwerk in Lubmin zu vertagen. Eine Erörterung zum jetzigen Zeitpunkt wäre eine reine Phantomdiskussion, sagte BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Lubmin (ddp-nrd/sm) - Antragsteller DONG Energy habe zwischenzeitlich eine Reihe neuer Gutachten vorgelegt und zahlreiche Änderungen an den Unterlagen vorgenommen. Daher sei derzeit weder eine sachliche Erörterung noch eine Entscheidung möglich.

In einem Brief an Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) forderten BUND, WWF und NABU sowie die Bürgerinitiativen "Zukunft Lubminer Heide" und "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin", den Einwendern müsse ausreichend Zeit gegeben, sich mit den Unterlagen auseinanderzusetzen.

Nach Angaben des Leiters des Amtes für Umwelt und Natur Stralsund, Reinhard Stahlberg, gingen bei der Behörde mehr als 2000 Einwendungen gegen den Bau des zwei Milliarden Euro teuren Kraftwerks am Greifswalder Bodden ein. Das Erörterungsverfahren soll am Dienstag in Greifswald-Wieck beginnen.