Standortsuche

Kraftwerke sollen Energie aus der Nordsee nutzen

An der niedersächsischen Nordseeküste wird nach einem geeigneten Standort für das erste deutsche Meeresenergie-Kraftwerk gesucht. Ebenfalls geplant sei ein Druckluftspeicher-Kraftwerk zur Speicherung der Energie von künftigen Offshore-Windparks, so eine Sprecherin der EnBW auf ddp-Anfrage.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp-nrd/sm) - "Das ist hochinnovativ, wir haben großes Interesse daran", sagt Andreas Beuge, Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Hannover. Deshalb kooperiert das Ministerium mit der EnBW Energie Baden-Württemberg AG und der Voith Siemens Hydro Power Generation GmbH & Co. KG. Entscheidende Kriterien für das Wellenkraftwerk seien die Häufigkeit starker Wellen, die Wassertiefe und die Möglichkeiten zur Anbindung an das Stromnetz. Die Standortsuche werde voraussichtlich bis Oktober dauern. Angestrebt werde eine Inbetriebnahme bis zum Jahr 2010.

Voith Siemens betreibt auf der Insel Islay an der schottischen Westküste seit 2000 das weltweit bislang einzige Wellenkraftwerk, das Elektrizität in ein kommerzielles Stromnetz einspeist. Eine Weiterentwicklung plant das Unternehmen auf der schottischen Hebrideninsel Lewis, wo die auf Islay eingesetzte Technik in eine Küstenschutzmauer integriert werden soll. Die in Schottland erworbenen Kenntnisse will man an Niedersachsens Küste nutzen. Die Investoren sehen hier die Möglichkeit, das Meeresenergie-Kraftwerk mit Küstenschutzmaßnahmen oder Hafenentwicklungsprojekten zu verbinden.

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