Statistik

Kraftwerke setzen mehr Braunkohle ein

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 181,8 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Das waren 3,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Fast 93 Prozent der gesamten deutschen Braunkohlenförderung wurde dabei zur Stromerzeugung eingesetzt. Nahezu 28 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms basiert deshalb auf Braunkohle.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Die Deutsche Braunkohlenindustrie verzeichnete im Jahr 2002 Absatzzuwächse. Die Förderung erhöhte sich insgesamt wegen der höheren Verfügbarkeit der Kraftwerke und der Inbetriebnahme des Neubaukraftwerkes in Niederaußem bei Köln um 3,7 Prozent auf 181,8 Millionen Tonnen.

Die Förderung im mitteldeutschen Revier stieg um 3,9 Prozent auf 20 Millionen Tonnen, in der Lausitz nahm die Förderung um 3,1 Prozent auf 59,3 Millionen Tonnen zu. Im Rheinland ist die Förderung um 5,3 Prozent auf 99,4 Millionen Tonnen gesteigert worden. Hier nahm im September 2002 das erste Braunkohlenkraftwerk mit optimierter Anlagentechnik - kurz BOA - seinen Probebetrieb auf. Die 1,2 Milliarden Euro teure 1000-Megawatt-Anlage erreicht einen Wirkungsgrad von über 43 Prozent und reduziert die Kohlendioxid-Emissionen um nahezu drei Millionen Tonnen im Jahr verglichen mit Altanlagen. Sie wird jährlich fast 7,2 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen und damit rechnerisch den Strombedarf von etwa zwei Millionen Privathaushalten decken.

Die Braunkohlenlieferungen an Kraftwerke der allgemeinen Stromversorgung stiegen um vier Prozent auf 167,4 Millionen Tonnen. Damit wurden fast 93 Prozent der gesamten deutschen Braunkohlenförderung zur Stromerzeugung eingesetzt. Nahezu 28 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms basiert auf Braunkohle.