Abriss

Kraftwerk-Schornstein in Castrop-Rauxel gesprengt

In Castrop-Rauxel ist am Sonntag der 230 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Kraftwerks Rauxel gesprengt worden. Nach der Sprengung des Schornsteins steht auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände jetzt nichts mehr. Dort soll eine Wohnsiedlung entstehen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Castrop-Rauxel (ddp/sm) - Der Kamin wurde mit rund 125 Kilogramm Sprengstoff zum Kippen gebracht und fiel in zwei Sprengphasen, wie eine Sprecherin der E.ON Kraftwerke GmbH mitteilte. In einem Radius von knapp 500 Metern um den Sprengort mussten Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Auch Kraftfahrzeuge wurden vorsorglich entfernt. Zudem wurde die Bundesstraße 235 zeitweise gesperrt.

Der auf einem Dreibein errichtete, knapp 7400 Tonnen schwere Schornstein ist den Angaben zufolge das letzte Bauwerk, das auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände abgerissen wurde. Bei seiner Fertigstellung im Jahr 1966 war der Schornstein der höchste in Europa.

Bereits im November 2006 war auf dem Gelände ein Kühlturm gesprengt worden. Die weiteren Abrissarbeiten auf dem Areal sollen bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Dann soll das 15 Hektar große Gelände für eine Wohnbebauung und die Erweiterung einer Straße zur Verfügung stehen.