Im Grenzgebiet

Kraftwerk Albbruck-Dogern kann ausgebaut werden

Das Schweizer Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation hat der Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG (RADAG) im Einvernehmen mit den Behörden des Landes Baden-Württemberg die Bewilligung zum Ausbaus des Kraftwerks Albbruck-Dogern erteilt.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Bern (red) - Wie das Schweizer Bundesamt für Energie mitteilt, nutzt die RADAG den Rheinabschnitt zwischen der Aare- und der Albmündung seit 1933 zur Erzeugung von elektrischer Energie. Im Zuge der Erneuerung des Nutzungsrechts im Jahre 2003 wurde sie zum Ausbau ihres Kraftwerks sowie zum Ausgleich der nachteiligen Auswirkungen des Kraftwerksbetriebs auf die Umwelt verpflichtet.

Gemäss der nun erteilten Baubewilligung umfasst der Kraftwerksausbau die Installation einer zusätzlichen Turbine beim Stau­wehr am Schweizer Ufer. Damit lässt sich die mittlere jährliche Produktionserwartung des Kraftwerks um 15 Prozent auf 662 Gigawattstunden und die Leistung um 28 Prozent auf 107,5 Megawatt steigern. Nach dem Ausbau, für den eine Bauzeit von etwa drei Jahren sowie Kosten in der Grössenordnung von 40 Millionen Euro veranschlagt werden, wird das Kraftwerk Albbruck-Dogern nach Ryburg-Schwörstadt das zweitgrösste Wasserkraftwerk am Hochrhein sein.

Weil das Kraftwerk Albbruck-Dogern als Grenzkraftwerk der Verfügungshoheit beider Rheinanrainer-Staaten unterliegt, wurde der Bewilligungsentscheid einvernehmlich mit dem Regierungspräsidium Freiburg herbeigeführt, das auf Seiten des Landes Baden-Württemberg für die Zulassung von Wasserkraftnutzungen am Hochrhein zuständig ist.

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