O-Ton

Kraft-Wärme-Kopplung ist keine Allzweckwaffe

Der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Walter Hirche, findet den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung ökologisch sinnvoll, allerdings nur, wenn der Absatz des Stroms gesichert ist.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Zur Forderung des stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Müller, den KWK-Ausbau mit 15 Milliarden Mark zu fördern, erklärt der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Walter Hirche:


"Die SPD hat schon den Fehler gemacht, die Kraft-Wärme-Kopplung zum Königsweg für die Lösung der Klimaprobleme hochzustilisieren. Jetzt soll Kraft-Wärme-Kopplung offenbar auch noch zum Königsweg für die Lösung der Konjunkturprobleme erklärt werden. Bei allem Respekt vor dem sinnvollen Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung - das ist zu viel verlangt. Der Ausbau der KWK ist ökologisch nur sinnvoll, wenn der Absatz auch für die Wärme gesichert ist und Effizienzkriterien erfüllt werden. Es ist nur zu gut in Erinnerung, dass das dilettantische Vorschaltgesetz mit erheblichen Subventionen alte KWK-Mühlen wieder ans Netz geholt hat, so dass der Kohlendioxid-Ausstoß erhöht statt verringert wurde."