Stellungnahme

Kraft: Steinkohle-Förderung hat eine Zukunft in NRW

Die SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft hat sich zur Fortsetzung der Steinkohle-Förderung bekannt. Die SPD werde weiterhin "dafür kämpfen", den Bergbau auch über das Jahr 2018 hinaus zu fördern, sagte die Politikerin auf einer Veranstaltung in Bochum.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Bochum (ddp/sm) - "Es gibt eine Zukunft für die Kohle in diesem Land", sagte Kraft am Freitag in Bochum vor 450 Teilnehmern der Betriebsrätekonferenz der RAG. Als Ökonomin lasse sie sich von "Daten und Fakten" leiten. "Deshalb weiß ich, dass die Steinkohle ein Bestandteil der Energiesicherheit sein muss", sagte Kraft. Bei der Veranstaltung sprachen neben Kraft auch RAG-Chef Wilhelm Bonse-Geuking und der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hubertus Schmoldt.

Am 1. Januar 2008 hatte die neue RAG (frühere Ruhrkohle AG) mit dem Kerngeschäft Steinkohle-Förderung ihre Arbeit aufgenommen. Zuvor hatte es einen RAG-Konzern mit einem "weißen" Geschäftsbereich mit den Sparten Energie, Chemie und Immobilien sowie einem "schwarzen" Bereich für die Steinkohle gegeben. Der "weiße" Bereich wird seit Mitte September von der Evonik Industries AG in Essen vertreten, der Bergbau firmiert weiter unter dem Begriff RAG.

Im vergangenen Jahr hatten sich Politik, Gewerkschaft und Unternehmen auf einen Bergbau-Ausstieg im Jahr 2018 geeinigt. Dieser Beschluss kann jedoch 2012 noch einmal vom Bundestag revidiert werden. An den sieben NRW-Steinkohle-Standorten Bottrop, Ibbenbüren, Marl, Kamp-Lintfort, Hamm, Gelsenkirchen und Duisburg-Walsum sind derzeit noch rund 25 000 Menschen beschäftigt.