In Thüringen

Kosten fürs Wohnen treiben Jahresinflationsrate nach oben

Die stark gestiegenen Preise für Energie und Wohnen halten die Jahresteuerungsrate auf hohem Niveau. Im Vergleich zum August des Vorjahres mussten die Verbraucher in Thüringen im zu Ende gehenden Monat 2,0 Prozent mehr ausgeben, wie das Landesamt für Statistik in Erfurt mitteilte.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/sm) - Hauptverantwortlich dafür sei der Anstieg der Preise für Haushaltsenergie um 9,3 Prozent und für Kraftstoff um 6,2 Prozent gewesen.

Die höheren Preise für Haushaltsenergie resultierten laut Statistikamt vor allem aus Preiserhöhungen für Gas um 14,5 Prozent, Zentralheizung und Fernwärme um 13,4 Prozent, leichtes Heizöl um 7,5 Prozent und Strom um 4,9 Prozent. In Verbindung mit dem drastischen Anstieg der Preise für die Müllabfuhr (plus 20,8 Prozent), die Wasserversorgung (plus 6,6 Prozent) sowie der Abwasserentsorgung (plus 4,9 Prozent) habe sich für das Wohnen in Thüringen binnen Jahresfrist ein Preisanstieg um 3,0 Prozent ergeben. Ohne Energie hätte die Jahresteuerungsrate bei 1,3 Prozent gelegen.

Dagegen gab es im August im Vergleich zum Vormonat einen leichten Rückgang der Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Einen maßgeblichen Anteil an diesem Ergebnis hatte nach Angaben der Statistiker die Preisentwicklung für saisonabhängige Nahrungsmittel, diese waren für 4,6 Prozent günstiger zu haben. So seien die Preise für Obst und Gemüse durchschnittlich um 2,2 Prozent im Vergleich zum Juli gesunken. Auch die um 0,7 Prozent rückläufigen Kraftstoffpreise hätten im Monatsvergleich einen nicht unbedeutenden Einfluss auf die Preisentwicklung gehabt.