"Atomausstieg beenden"

Kopp: Rot-grüne Energiepolitik fällt durch

Die Kritik der Internationalen Energie-Agentur (IEA) an der deutschen Energiepolitik bedeutet Wasser auf die Mühlen der Opposition: Die Bundesregierung, so die FDP-Energiexpertin Gudrun Kopp, verfüge über keine tragfähige Strategie hinsichtlich ihrer Energiepolitik.

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Berlin (red) - "Die Kritik von IEA-Chefökonom Fatih Birol bringt es auf den Punkt: Die Bundesregierung verfügt über keine tragfähige, energiepolitische Strategie, ihre Zielsetzungen sind nicht auf Fakten gegründet, sondern auf Ideologie". Mit diesen Worten hat die energiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gudrun Kopp, das heute in der Financial Times abgedruckte Gespräch mit dem Chef der Internationalen Energieagentur kommentiert.

Der Kernenergieausstieg sei nicht durchdacht und erhöhe die Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten, vor allem aus Russland. Insbesondere aber die Ausbauziele für die erneuerbaren Energien seien nicht nur unrealistisch, sondern vor allem unbezahlbar.

Die Bundesregierung müsse die Kritik der IEA ernst nehmen. Die Fortsetzung des gegenwärtigen energiepolitischen Crashkurses habe unabsehbare Folgen für Wirtschaft und Verbraucher. Markt und Wettbewerb müssten endlich wieder in das Zentrum der Energiepolitik rücken, damit Deutschland auch zukünftig über sichere, preisgünstige und umweltverträgliche Energie verfügen könne. Hierzu sei der bewährte deutsche Energiemix aus fossilen Energieträgern, Kernenergie und regenerativen Energien dringend zu erhalten. Kurzum: Der Ausstieg aus der Kernenergie müsse beendet werden, so Kopp.