Gemeinschaftskraftwerk

Kooperationsmodell für Kraftwerksbau in Bayern

In Form eines Kooperationsmodells plant die E.ON Energie AG den Bau eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks mit einer Leistung von 800 Megawatt. Dazu unterzeichneten wie jetzt bekannt wurde, im September die Partner E.ON Kraftwerke GmbH, N-ERGIE AG und Mainova AG eine Absichtserklärung.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

München/Nürnberg/Frankfurt (red) - An dem Gemeinschaftskraftwerk im bayerischen Irsching sollen die E.ON Kraftwerke GmbH, die Kraftwerksgesellschaft der E.ON Energie, mit 59,2 Prozent, die N-ERGIE Aktiengesellschaft, Nürnberg, mit 25,2 Prozent und die Mainova AG, Frankfurt, mit 15,6 Prozent beteiligt sein.

In der Absichtserklärung vereinbaren die Unternehmen laut einer Presseerklärung, die Errichtung eines Gemeinschaftskraftwerks im Rahmen einer Projektgesellschaft zu prüfen. Ziel sei es, das Projekt bis Ende 2005 soweit zu entwickeln, dass der Baubeschluss gefasst werden kann. Die Investition soll etwa 400 Millionen Euro betragen, bis zu 40 Mitarbeiter würde das Kraftwerk beschäftigen.

"Unabhängig von einer möglichen Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke investieren wir in neue Erzeugungskapazitäten", sagte Bernhard Fischer, Vorstandsmitglied der E.ON Energie, "und werden so unserer Verantwortung für eine sichere Energieversorgung gerecht." Ziel ist, das Kraftwerk mit einem Wirkungsgrad von 55 Prozent Ende 2008 in Betrieb zu nehmen.

Die N-ERGIE will laut Erklärung mit dem anstehenden Abschluss einer Beteiligung am geplanten Kraftwerk in Irsching ihre Aktivitäten im Erzeugungsmarkt weiter vorantreiben und ihre bisherige Eigenerzeugung von 12 Prozent deutlich steigern.

Ewald Woste, Vorstandsvorsitzender der Mainova: "Die Beteiligung an Kraftwerksprojekten ist Teil unserer Strategie, die Eigenerzeugung zu stärken und damit das Beschaffungsportfolio flexibel zu gestalten."

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