Helgoland

Konzerne planen Betriebsbasis für Nordsee-Windparks

RWE, E.ON und WindMW stellten am Freitag ihre Pläne für eine Betriebsbasis vor, von der aus drei geplante Windparks in der Nordsee betrieben und gewartet werden sollen. Dadurch könnten auf Helgoland bis zu 150 Arbeitsplätzen entstehen. Hinzu kämen befristete Arbeitsplätze bei Zulieferern, Bau- und Schifffahrtsfirmen.

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Helgoland (dapd-nrw/red) - Dazu soll der Südhafen zu einer Service- und Betriebsstation ausgebaut werden. Auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern sollen Servicegebäude mit Werk- und Lagerhallen entstehen. "Helgoland wäre die erste Insel in der deutschen Nord- und Ostsee, die vom Ausbau der Offshore-Windkraft derart profitieren würde", sagte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer. Der geplante Bau bedeute für die Insel "neue Arbeitsplätze, wachsende Kaufkraft und steigende Gewerbesteuereinnahmen".

Die geplanten Windparks in der Nordsee

Alle drei geplanten Windparks sind zwischen 25 und 35 Kilometer von Helgoland entfernt. Konkret geht es um das von RWE Innogy geplante Projekt Nordsee Ost mit einer Leistung von 295 Megawatt (MW), den geplanten Park Amrumbank West (300 MW) von E.ON und das Projekt Meerwind (288 MW) des US-Finanzinvestors Blackstone. Dieser Park wird von der WindMW GmbH gebaut und betrieben.

Noch in diesem Sommer sollen die planungstechnischen Voraussetzungen für das Projekt geschaffen werden. Sie werden von der neugegründeten Hafenbetriebsgesellschaft Helgoland (HGH) koordiniert. Dazu gehört unter anderem auch die Errichtung eines zusätzlichen Landungsstegs. Die Gemeinde Helgoland hat die erforderliche Änderung des Bebauungsplans bereits eingeleitet. 2011 könnten der Bau der Servicestation und die Ertüchtigung des Hafens erfolgen und bis Ende 2012 beendet werden.

RWE startet mit dem Bau des Offshore-Windparks Nordsee Ost bereits Ende des Jahres. "Schon in der Bauphase, aber vor allem während der kompletten Betriebsdauer des Windkraftwerks, wollen wir Helgoland als Servicestützpunkt nutzen", sagte Martin Skiba, Leiter Offshore-Windkraft bei RWE Innogy.