Kraftwerksbeteiligung abgelehnt

Konstanz will keinen Kohlestrom aus Brunsbüttel

Der Gemeinerat der Stadt Konstanz hat sich gegen eine Beteiligung der Stadtwerke an dem umstrittenen Kohlekraftwerksprojekt in Brunsbüttel ausgesprochen. Damit steigt Konstanz aus der von dem süddeutschen Stadtwerkezusammenschluss Südweststrom vorangetriebenen Kraftwerksplanung aus.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Beschluss bestätige die Linie von Oberbürgermeister Horst Frank (Bündnis 90/Grüne), der als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Konstanz im Gegensatz zur Geschäftsführer gegen das Projekt eintrat, mit dem die Stadt in Zukunft 25 Prozent ihres Strombedarfs decken wollte.

DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake spricht von einem "starken Signal" auf für andere Gemeinden, sich nicht mehr am Neubau von Kohlekraftwerken zu beteiligen. Dies sei nicht mit den Klimaschutzzielen der Bundesregierung in Einklang zu bringen. Darüber hinaus sei äußerst zweifelhaft, ob eine neue Generation von Kohlekraftwerken, die immer noch weniger als die Hälfte der eingesetzten Energie in Strom umsetzt, angesichts des CO2-Handels in Zukunft noch wirtschaftlich zu betreiben sei.

Konstanz ist wie fast 50 kommunale Unternehmen aus Süddeutschland an der Südweststrom Stromhandelsgesellschaft GmbH beteiligt.