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"Kompetenzatlas" zeigt Wege zum Ausbau der Energieregion Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet sollte seine Position als führende Energieregion Europas ausbauen und den weltweit steigenden Strombedarf für einen wirtschaftlichen Aufschwung nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt der am Montag in Gelsenkirchen vorgelegte "Kompetenzatlas Energie Ruhr".

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Gelsenkirchen (ddp-nrw/sm) - Der Atlas soll den Kommunen zeigen, welche Schritte zum Ausbau der Energiewirtschaft im Ruhrgebiet nötig sind, wie die betreuende Projekt Ruhr GmbH mitteilte.

Vor allem die wachsende Nachfrage nach neuen Kraftwerken soll dem Revier zugute kommen. Laut Einschätzung der OECD wird sich der weltweite Strombedarf in den nächsten 25 Jahren verdoppeln. Bis 2030 müssen Stromerzeugungskapazitäten für voraussichtlich 4.700 Gigawatt geschaffen werden - das entspricht etwa 5000 Großkraftwerken.

Auch in Deutschland wird mit einer Welle von Neubauten gerechnet. "Die Stromversorger haben bis zum Jahr 2012 den Bau von rund 30 neuen Kraftwerken angekündigt. Das würde Investitionen von rund 20 Milliarden Euro bedeuten, ein Drittel davon könnte im Ruhrgebiet anfallen", betonte der Essener Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger (CDU).

Mit RWE und der RAG-Tochter STEAG hätten bereits jetzt zwei der fünf größten deutschen Stromerzeuger ihren Sitz in Essen. Zudem seien mit Siemens und Hitachi (früher Babcock) zwei der fünf weltweit größten Kraftwerksbauer in der Region vertreten. Hinzu kämen zahlreiche Zulieferer und Bauunternehmen.

Nach Angaben der Projekt Ruhr GmbH steht die Branche vor einer Herausforderung. So müsse der Strom in Zukunft umweltfreundlicher und ohne den klimaschädigenden Kohlendioxidausstoß produziert werden. Deshalb errichte RWE bereits in Grevenbroich-Neurath das weltweit effizienteste Braunkohlekraftwerk. "Klimaschutz und steigende Kosten der fossilen Energieträger sind der Motor für die Entwicklung der Energietechnik-Branche. Gerade im Ruhrgebiet hat man dies früh erkannt und Initiativen zur Förderung der Unternehmen entwickelt", sagte Geschäftsführer Hanns-Ludwig Brauser.

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