Neuer Energieversorger im Süden

Kommunen und Versorger gründen "Regionalwerk Bodensee"

Sieben Kommunen am Bodensee haben nun gemeinsam mit den Technischen Werken Friedrichshafen und dem Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige ein Energieunternehmen gegründet. Das "Regionalwerk Bodensee" soll Kunden mit Strom und Gas beliefern, dazu wolle man zum Jahreswechsel auch die Netze von EnBW übernehmen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Tettnang (red) - Wie die Schwäbische Zeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtet, laufen derzeit Verhandlungen mit EnBW über den Kauf der Strom- und Gasnetze. Für die Übernahme der Netze werde der 1. Januar 2009 angestrebt. Mit dem Vertrieb von Strom und Gas will das Unternehmen aber unabhängig davon schon im September beginnen.

Die Strompreise sollen unter denen der bisheringen Anbieter liegen, sagte Heinz-Leo Geurtsen, Geschäftsführer des Regionalwerks, gegenüber SZON. Neben konventionellen Strom werden auch Tarife mit zertifiziertem Ökostrom angeboten, der aus österreichischen Wasserkraftwerken stamme.

Gas werde im Bereich der Thüga etwas günster angeboten, in Bereichen der TWF gebe es keine Einsparungen im Vergleich zum bisherigen Anbieter.

Die Kommunen Eriskirch, Kressbronn, Langenargen, Meckenbeuren, Neukirch, Tettnang und Oberteurigen kommen gemeinsam auf 52 Prozent der Anteile, die beiden EVUs jeweils 24 Prozent. "Schnellstmöglich" sollen drei Mitarbeiter eingestellt werden, mittelfristig sollen dann rund 35 Arbeitsplätze geschaffen werden.

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