Kommunale Unternehmen: Müllverbrennungsanlagen zur Tiermehlentsorgung bereit

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"Für eine tierseuchenhygienisch unbedenkliche und zugleich ökologisch hochwertige Entsorgung von Tiermehl und Tierfutter bieten sich in erster Linie die Müllverbrennungsanlagen bzw. Müllheizkraftwerke als Einrichtungen kommunaler Daseinsvorsorge an. Dabei erfüllen die thermischen Abfallbehandlungs- und -verwertungsanlagen ohne weiteres die rechtlichen als auch die technischen Voraussetzungen für eine gefahrlose Beseitigung des Tiermehls, das mit Rücksicht auf mögliche Gefährdungen durch BSE nicht länger zur Fütterung von Nutztieren verwendet werden darf." Dies stellte der für die Thermische Abfallbehandlung und -verwertung zuständige Ausschuss der Fachverbände der kommunalen Entsorgungswirtschaft VKS und VKU im Rahmen seiner Sitzung in Köln fest.


Eigentümer und Betreiber der Müllverbrennungsanlagen würden ihren Beitrag zur Bewältigung der vielschichtigen BSE-Problematik durch einen am Gemeinwohl und dem Vorsorgeprinzip orientierten Lösungsansatz leisten. Die Verbrennung erfolgt bei 800 bis 1100 Grad Celsius. Dabei werden Eiweißmoleküle vollständig zerstört und in Wasser, Kohlendioxid und Stickoxide umgewandelt. Der im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Anlagen liegende Arbeitsschutz bleibt uneingeschränkt gewährleistet, versichert der VKU-Ausschuss. Besondere Vorsichtsmaßnahmen sind insoweit für die Verbrennung von Tiermehl nicht erforderlich.


Bereits seit einigen Jahren würde ausländisches Tiermehl problemlos verbrannt. Nunmehr haben z. B. die Müllverbrennungsanlagen bzw. Müllheizkraftwerke in Ingolstadt, Iserlohn und Ludwigshafen auch mit der Mitverbrennung von deutschem Tiermehl begonnen.