Hackerangriffe

Kommission stoppt vorübergehend EU-Emissionshandel

Bis mindestens zum 26. Januar will die EU-Kommission den Emissionshandel aussetzen. Der Hintergrund sind Sicherheitsprobleme: Bei den nationalen Registrierstellen war es in den vergangenen zwei Monaten zu Hackerangriffen gekommen, bei denen Emissionsrechte gestohlen worden waren.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Brüssel (red) - Der Handel wurde am 19. Januar gestoppt. Ausgenommen von der Ausnahmeregelung seien die Zuteilung und die Rückgabe von Emissionsrechten. Nachdem bereits Anfang 2010 eine Sicherheitslücke bekannt wurde, haben die jüngsten Ereignisse gezeigt, wie dringend die Durchführung entsprechender Sicherheitsmaßnahmen verwirklicht werden müsse, so die Kommission.

Hackerangriffe in mehreren Staaten

Hacker waren in mehreren Staaten in Computersysteme eingedrungen und hatten Emissionsrechte gestohlen. Dies sei einer Sprecherin zufolge in Österreich, Tschechien, Griechenland, Polen und Estland der Fall gewesen. Anfang nächster Woche will die EU-Kommission weitere Informationen bekanntgeben.

Mit dem Emissionshandel erkaufen sich Unternehmen die Rechte, mehr klimaschädliche Stoffe ausstoßen zu dürfen als erlaubt ist. Wer die Umwelt weniger belastet, kann die Emissionsrechte wiederum verkaufen. Damit soll der Gesamtausstoß reguliert werden.