Energieabhängigkeit begrenzen

Kommission schlägt neues Energie-Programm vor: "Intelligente Energie für Europa"

Da das derzeitige Rahmenprogramm für Maßnahmen im Energiesektor zum 31. Dezember 2002 ausläuft, will die europäische Kommission ein neues Programm mit Mitteln in Höhe von 215 Millionen Euro ausstatten. "Intelligente Energie für Europa" soll die Energieeffizienz um ein Prozent pro Jahr steigern und den Anteil erneuerbarer Energien weiter erhöhen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Die europäische Kommission hat gestern einen Vorschlag für ein neues, mehrjähriges Programm für Maßnahmen im Energiebereich vorgelegt, welches das derzeitige Rahmenprogramm für Maßnahmen im Energiesektor ablösen soll. Dieses läuft am 31. Dezember 2002 aus. Mit einer Mittelausstattung von 215 Millionen Euro soll das neue Programm "Intelligente Energie für Europa" die im Grünbuch über die Energieversorgungssicherheit umrissene Strategie umsetzen. Es zielt insbesondere auf die Förderung erneuerbarer Energien und die Energieeinsparung ab.

"Im Energiebereich muss die Union ihre Anstrengungen auf konkrete Maßnahmen mit hoher Wertschöpfung konzentrieren, um ihre Abhängigkeit von Energieeinfuhren besser in den Griff zu bekommen und um die Verpflichtungen von Kyoto zur Bekämpfung des Klimawandels zu erfüllen", erläuterte die für Verkehr und Energie zuständige Vizepräsidentin der Kommission, Loyola de Palacio die Intention. Die Maßnahmen, die für eine Förderung der Gemeinschaft in Frage kommen, sollen dazu beitragen, die Energieabhängigkeit der Union zu begrenzen und den Klimawandel bekämpfen. Explizites Ziel ist es, die Energieeffizienz um etwa ein Prozent pro Jahr zu verbessern und den Anteil erneuerbarer Energien auf 12 Prozent des Gesamtverbrauchs im Jahr 2010 zu erhöhen.