Ratgeber

Kollektoren und Speicher richtig bemessen

Immer mehr Immobilienbesitzer entscheiden sich für die Nutzung der Sonnenwärme. Je besser eine Solaranlage auf den Bedarf im Haus zugeschnitten ist, desto effizienter kann die Energie der Sonne genutzt werden. Tipps zur Bemessung der Kollektoren gibt die dena-Initiative Solarwärme Plus.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp/sm) - Für die Wassererwärmung mit Sonnenenergie gilt den Experten zufolge: Wer normale Solarkollektoren, so genannte Flachkollektoren, einsetzt, benötigt pro Person im Haushalt etwa 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche. Bei den etwas leistungsstärkeren Röhrenkollektoren reduziere sich der Pro-Kopf-Wert auf etwa 1,0 Quadratmeter Fläche. Die Größe des Speichers orientiere sich am Warmwasserbedarf der Bewohner. Multipliziert man deren Tageswarmwasserbedarf mit zwei, ergebe sich ein Annäherungswert für die Speichergröße. Pro Person und Tag rechnen die Experten mit 40 Litern 45 Grad warmen Wassers. Ein vierköpfiger Haushalt wäre also mit etwa sechs Quadratmeter Flach- oder vier Quadratmeter Röhrenkollektoren und einem Speicher mit einem Fassungsvermögen von etwa 300 Liter bestens versorgt.

Soll die Solarwärmeanlage darüber hinaus auch die Heizung unterstützen, müssen Kollektoren und Speicher mehr Leistung bringen und somit größer ausfallen, erläutern die Experten weiter. Bei gut gedämmten Häusern könne man eine Fläche von ungefähr vier Quadratmeter Flachkollektoren pro Person beziehungsweise drei Quadratmeter Röhrenkollektoren pro Kopf veranschlagen. Der Speicher sollte etwa 60 Liter Wasser pro Quadratmeter Kollektorfläche fassen können. Bei Röhrenkollektoren fällt der Speicher noch etwas größer aus.

Die Initiative Solarwärme Plus ist eine Informationskampagne der Deutschen Energie-Agentur (dena). Sie wird unterstützt vom Bundesumweltministerium sowie von Branchenverbänden.

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