44 Millionen Tonnen

Kohleimporte erreichen neuen Rekord

44 Millionen Tonnen Kohle hat die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr importiert. Das war so viel wie nie zuvor. Im laufenden Jahr sollen die Kohleeinfuhren jedoch auf etwa 40 Millionen Tonnen zurückgefahren werden, wobei die Inlandsförderung mit fast 27 Millionen Tonnen auf Vorjahresniveau erwartet wird.

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Düsseldorf (ddp/sm) - Die deutsche Wirtschaft hat im vergangenen Jahr so viel Kohle importiert wie nie zuvor. Mit 44 Millionen Tonnen trug die Importkohle damit mit 62 Prozent an der Deckung des Gesamtverbrauchs von 71 Millionen Tonnen bei, wie der Verein der Kohlenimporteure am Donnerstag bekannt gab. Im laufenden Jahr sollen die Kohleeinfuhren auf etwa 40 Millionen Tonnen zurückgefahren werden, wobei die Inlandsförderung mit fast 27 Millionen Tonnen auf Vorjahresniveau erwartet wird.

Mittel- bis langfristig werde die importierte Kohle in Deutschland eine noch wichtigere Rolle spielen, sagte der Vereinsvorsitzende Erich Schmitz in Düsseldorf. Grund sei die Rückführung des Steinkohlenbergbaus in Deutschland.

Schmitz verwies darauf, dass der weltweite Boom bei Energie und Rohstoffen weiter anhalte. Auch die internationale Kohlewirtschaft sei von den Preiserhöhungen nicht verschont geblieben. Im ersten Halbjahr 2005 sei die Nachfrage nach Kohle weltweit stabil gewesen. Das Wachstumstempo lasse allerdings bei einer etwas schwächeren Weltkonjunktur nach.