Anlaufstelle für Betroffene

Kohlegegner eröffnen Agenda-Büro in Kerkwitz

Das in der "Lokalen Agenda 21 - Gemeinde Schenkendöbern" zusammengeschlossene Bündnis gegen den geplanten Braunkohletagebau Jänschwalde-Nord hat jetzt ein eigenes Büro. Dieses soll für die Einwohner der von Abbaggerung betroffenen Dörfer Atterwasch, Grabko und Kerkwitz als Anlaufpunkt dienen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Schenkendöbern (ddp-lbg/sm) - Zudem sollen sich dort Kohlegegner sowie Sympathisanten informieren können. Das Büro wurde am Freitagabend in Kerkwitz eröffnet. Die "Lokale Agenda 21 - Gemeinde Schenkendöbern" hatte sich im November 2007 als Bündnis gegen die Kohlepläne des Energiekonzerns Vattenfall gegründet. Zuvor war das Bündnis aus den 16 Ortsteilen der Großgemeinde Schenkendöbern bei Guben bereits der Brandenburger Volksinitiative «Keine neuen Tagebaue» beigetreten. Vattenfall hatte im September 2007 Pläne zum Aufschluss neuer Tagebaue und zur damit notwendigen Umsiedlung der drei Orte bekanntgegeben.

Eine der ersten Maßnahmen der Kohlegegner war der Widerspruch gegen den Brandenburger Landesentwicklungsplan, der bisher der Braunkohle höchste Priorität einräumt. Im Schenkendöberner Agenda-Rat wirken mehr als 50 Einwohner der Großgemeinde in vier Arbeitskreisen mit. Am 26. und 27. April wollen die Kohlegegner mit einem Sternritt, der auch in die Kreisstadt Forst führen soll, auf ihre Situation aufmerksam machen.