Elektrizitätserzeugung 2003

Kohle und Kernenergie stellen Gros des Energiemixes

Kohle und Kernenergie sind nach wie vor "die Säulen" im Energiemix für Strom: Im vergangenen Jahr lieferten Braun- und Steinkohle die Hälfte der Stromproduktion, die Kernenergie steuerte 28 Prozent bei. Acht Prozent des Stroms kamen aus erneuerbaren Energien.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Braun- und Steinkohle lieferten im vergangenen Jahr mit zusammen 280 Milliarden Kilowattstunden die Hälfte der Stromproduktion in Deutschland. 2002 waren es noch 269 Milliarden Kilowattstunden gewesen. Die Kernenergie kam mit 156 Milliarden Kilowattstunden auf einen Anteil von 28 Prozent - in etwa ein Wert auf Niveau des Vorjahres, als es noch 29 Prozent waren. Diese Zahlen gab heute der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) nach ersten Erhebungen bekannt.

Erdgas sei 2003 mit 55 Milliarden Kilowattstunden oder zehn Prozent am Energiemix beteiligt gewesen. Da bedeutet ein Plus, denn im Jahr zuvor waren es noch 51 Milliarden Kilowattstunden und neun Prozent am Gesamtmix. Acht Prozent lieferten die erneuerbaren Energien mit 45 Milliarden Kilowattstunden - exakt der gleiche Wert des Vorjahres. Hier waren Wasserkraft mit rund 20 und die staatlich geförderte Windenergie mit 19 Milliarden Kilowattstunden die wichtigsten Energiequellen (24 bzw. 16 Mrd. kWh im Jahr 2002).

Biomasse und biologischer Müll steuerten nach Angaben des Branchenverbandes gut fünf und - ein Plus von 0,1 Prozent - Photovoltaik 0,3 Milliarden Kilowattstunden Strom bei. Die Einspeisungen privater Erzeuger seien in diesen Werten jeweils enthalten.