Gutachten-Vorwürfe

Kohl will "zügige Aufklärung" der Gorleben-Vorwürfe

In der Affäre um mutmaßliche Manipulationen bei der Wahl Gorlebens als Versuchsendlager für atomaren Müll bemüht sich Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) offenbar um rasche Aufklärung.

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Frankfurt/Main/Berlin (ddp/red) - Kohl unterstütze eine "zügige Aufklärung" des Vorwurfs, die von ihm in den 1980er Jahren geführte Bundesregierung habe Gorleben-Akten geschönt, sagte ein Sprecher des Alt-Kanzlers der "Frankfurter Rundschau". Der CDU-Politiker stehe deswegen auch in "engem Kontakt mit dem Kanzleramt", das die Akten zu den Vorgängen inzwischen auswertet.

Gutachten zu Gorleben gefälscht

Am Mittwoch waren neue Hinweise darauf aufgetaucht, dass die ehemalige Bundesregierung unter Kohl Studien von Wissenschaftlern zur Eignung von Gorleben beeinflusst habe, um den Salzstock als Endlager-Standort durchzusetzen. Das Bundeskanzleramt forderte daraufhin einschlägige Akten vom Bundesumweltministerium an und prüft derzeit den Sachverhalt.