Ergebnis verbessert

Kölner RheinEnergie mit leichtem Umsatzrückgang

Das Kölner Versorgungsunternehmen RheinEnergie verzeichnet für das Geschäftsjahr 2007 ein verbessertes Ergebnis, aber einen leichten Umsatzrückgang. "Wir blicken auf ein lebhaftes und erfolgreiches Jahr zurück", sagte Vorstandschef Rolf Martin Schmitz.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Köln (ddp-nrw/sm) - Das Ergebnis vor Steuern betrug 245 Millionen Euro gegenüber 219 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz war mit 3,02 Milliarden Euro im Jahr 2007 leicht rückläufig.

"Als Stromerzeuger haben wir davon profitiert, dass der Börsenpreis für Strom 2007 stark gestiegen ist", erläuterte Finanzvorstand Dieter Hassel. "Bis Ende des Jahres erhöhte er sich um fast 27 Prozent. So konnten wir einerseits als Stromerzeuger am Markt vom hohen Preisniveau profitieren und außerhalb unseres direkt versorgten Gebietes etwa beim Verkauf an Großkunden gute Preise erzielen."

Der Stromabsatz des Unternehmens ist um rund 23 Prozent auf etwa 34 Milliarden Kilowattstunden gesunken. Dies habe an Witterungseinflüssen, aber auch an normalen Schwankungen im Handelsgeschäft gelegen. Auch beim Erdgas- und Wärmeabsatz verzeichnet das Unternehmen Rückgänge wegen der milden Witterung.

Schmitz verteidigte erneut die zum 1. Juli anstehende drastische Erhöhung des Erdgaspreises für die rund 185.000 privaten und gewerblichen Kunden. Die Erhöhung um 0,91 Cent pro Kilowattstunde entspricht einem durchschnittlichen Anstieg um rund 16,5 Prozent.

Die Preise für Öl und Kohle und damit auch für Gas und Strom entwickelten sich bereits seit Jahren tendenziell nach oben, sagte Schmitz. Wegen der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit und den verstärkten Klimaschutzanstrengungen der Industrieländer sei eine Fortsetzung dieses Trends mehr als wahrscheinlich. Schmitz verwies darauf, dass die Erdgaspreise des Unternehmens mehr als neun Monate stabil geblieben seien. Nun sei eine Anpassung wegen der gestiegenen Beschaffungskosten unvermeidlich.