Interview

Koch fordert Entflechtung der Energiekonzerne in Deutschland

Im Streit um die Marktmacht großer Energieversorger droht auch Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) mit einer Änderung des Kartellrechts. Im Streit um die künftigen Kohlendioxid-Grenzwerte für Kraftfahrzeuge sprach sich Koch gegen Pläne aus, Abgashöchstmengen für jedes einzelne Fahrzeug festzulegen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Osnabrück (ddp-hes/sm) - Es gebe bis heute keinen wirksamen Wettbewerb, sagte Koch der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Das Kartellrecht müsse deshalb so geändert werden, dass Unternehmen, die zu sehr den Markt beherrschen, zur Not auch entflochten werden können. "Das heißt, sie müssen einen Teil ihrer Betriebe an andere verkaufen", sagte Koch.

Das müsse nicht in jedem Fall so kommen, sagte Koch. Aber dies sei ihm auf jeden Fall sympathischer als eine Lösung, die von Brüssel aus diktiert werde.

"Ich wehre mich gegen den von EU-Umweltkommissar Dimas praktizierten Diktatismus", sagte Koch zum Streit über den CO2-Ausstoß. Man dürfe in der gegenwärtigen Diskussion um Klimaschutz nicht zulassen, dass das Automobil zum Hauptsündenbock gemacht werde.