Strom-News
Erkundung fortsetzenDer am Wochenende von Union und FDP vereinbarte Koalitionsvertrag beinhaltet Weichenstellungen zum Umgang mit Atommüll und berührt damit auch wichtige Fragen für Niedersachsen. Nach dem Willen der Koalitionäre soll das Moratorium zur Erkundung des Salzstocks Gorleben als Endlager "unverzüglich" aufgehoben werden.
Berlin (ddp-nrd/red) - Die Endlager Asse II und Morsleben sollen in zügigen und transparenten Verfahren geschlossen werden. Die Sicherheit von Mensch und Umwelt hat dabei höchste Priorität. Die Energieversorger werden an den Kosten zur Schließung der Asse beteiligt.
Die Kernenergie wird als "Brückentechnologie" bezeichnet, bis erneuerbare Energien sie "verlässlich" ersetzen können. Bis dahin sollen die Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke verlängert werden.
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Atomkraftgegner wollen künftig an jedem Wochenende in Gorleben gegen den Bau eines Endlagers demonstrieren. Die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg kündigte am Montag regelmäßige "Sonntags-Spaziergänge" um das Erkundungsbergwerk an.
CDU und FDP wollen das mögliche Atommüll-Endlager Gorleben weiter nach Bergrecht erkunden, allerdings soll die Öffentlichkeit dabei in größerem Maße beteiligt werden als bisher. Das sagte Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander, der die FDP bei den Koalitionsverhandlungen in der Fachgruppe "Landwirtschaft und Umwelt" vertritt.
Die ehemalige Bundesregierung unter Kanzler Helmut Kohl hat die wissenschaftliche Empfehlung Gorlebens als atomares Versuchsendlager nicht politisch beeinflusst. Zu diesem Ergebnis kommt die im September eingesetzte Arbeitsgruppe unter Federführung des Bundeskanzleramts.
Die künftige Bundesregierung von Union und FDP hält offenbar am Salzstock Gorleben als mögliches Atommüll-Endlager fest. Einem Bericht des "Manager-Magazin" zufolge sollen die Erkundungsarbeiten des Salzstocks "zügig und ergebnisoffen fortgesetzt" werden.
Zum Beginn der Koalitionsverhandlungen in Berlin haben Atomkraftgegner am Montag das Erkundungsbergwerk in Gorleben besetzt. Vier Umweltschützer kletterten auf einen Förderturm und entrollten dort ein Transparent. Bis zu 100 Menschen unterstützten die Aktion mit einer Kundgebung auf dem besetzten Gelände.Strompreise vergleichen
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