Strom-News
DebatteDie schwarz-gelbe Koalition erwägt eine weitere Kürzung der Förderung von Solarstrom noch in diesem Jahr. Vor Weihnachten habe es dazu ein Gespräch mit der Solarbranche gegeben, hieß es am Mittwoch aus dem Umweltministerium. Ob es in den nächsten Tagen bereits konkrete Zahlen gibt, steht aber noch in den Sternen.
Berlin (dapd/red) - Zunächst gebe es "kein abschließendes Meinungsbild" zur Solarenergie Förderung in der Regierung, sagte Sprecherin Christiane Schwarte. Meldungen, wonach Minister Norbert Röttgen (CDU) kommende Woche einen Gesetzesvorschlag machen werde, könne sie nicht bestätigen.
Hintergrund der Debatte ist der rasante Neubau von Solarenergie Anlagen. Der produzierte Strom kann nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zu einem jeweils für 20 Jahre gesetzlich festgelegten Preis ins Netz eingespeist werden. Die Kosten tragen die Verbraucher über eine Umlage. Diese war zu Jahresbeginn gestiegen. Stromanbieter führten dies als Begründung für eine Erhöhung ihrer Verbraucherpreise an.
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Mieter und Immobilienbesitzer müssen sich 2011 auf eine Reihe von Neuregelungen einstellen. Dazu zählt etwa eine erneute Kürzung der Solarförderung, aber auch Anforderungen für die Dämmung eines Hauses. Zudem gibt es eine Änderung bei den Zuschüssen für Heizkosten.
Wie über 500 andere Stromversorger erhöht auch der Berliner Energiekonzern Vattenfall zum Jahresbeginn seine Strompreise. Privatkunden zahlen 9,9 Prozent mehr für ihren Strom, Gewerbekunden 11 Prozent. Der monatliche Grundpreis bleibt den Angaben zufolge stabil. Vattenfall ist in Berlin Strom-Platzhirsch.
Deutschlands Solarindustrie ist zu noch weitreichenderen Förderkürzungen bereit als bisher. Wachse der Markt für Solarstromanlagen kommendes Jahr weiter stark an, sei die Branche dafür offen, Teile der eigentlich erst für 2012 vorgesehenen Kürzungen schon "auf die Jahresmitte vorzuziehen".
Die Bundesnetzagentur will dafür sorgen, dass Strompreise an der Leipziger Börse nicht unbegrenzt fallen können. Negative Preise entstehen durch ein Übermaß an Ökostrom, das nicht zeitgleich aufgebraucht werden kann. Der Strom muss verbraucht oder gespeichert werden, wofür den Abnehmern Geld gezahlt wird.
Man habe niedrigere Marktpreise bei Strom und Gas als vor zwei Jahren noch gedacht. Mit einem starken Anstieg sei voraussichtlich auch 2011 nicht zu rechnen, sagte Thomas Birr, Leiter der Konzernstrategie bei RWE, am Montag dem "Tagesspiegel". Der jüngsten Preiserhöhung könnte aber voraussichtlich 2012 eine weitere folgen.Strompreise vergleichen
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