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15.10.2009, 11:59 Uhr

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Zwischenstand

Koalition erwägt Gorleben als Atommüll-Endlager (Upd.)

Union und FDP wollen im Koalitionsvertrag voraussichtlich keine Details zur geplanten Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken festlegen. Klar ist offenbar, dass die Erkundung von Gorleben als mögliches Endlager wieder aufgenommen werden soll.

Berlin (ddp/red) - Das bestätigte die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) der "tageszeitung" (taz/Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht.

"Wir müssen erst noch genauer analysieren, wie lange wir die Atomenergie als Brückentechnologie brauchen", sagte Gönner, die Mitglied der Koalitionsarbeitsgruppe Umwelt ist. Einigkeit gebe es darüber, dass die Erkundung des Salzstocks Gorleben als Atomendlager wieder aufgenommen werden solle. Dies habe "Vorrang" vor der Frage, ob auch andere Standorte untersucht werden.

Gönner griff zugleich die wissenschaftlichen Berater der Bundesregierung im Umweltbereich scharf an. "Die Experten des Umweltbundesamtes müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie politisch in die Diskussion eingreifen und nicht nur wissenschaftlich", sagte die CDU-Politikerin, die auch als künftige Bundesumweltministerin im Gespräch ist.

Der Chef des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth, hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke zum Erreichen der Klimaziele nicht notwendig sei und dem Klima sogar schaden könnte, wenn nicht zugleich beim Emissionshandel nachjustiert würde. Flasbarth war erst vor wenigen Wochen auf Vorschlag von Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) ins Amt gekommen.

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