Studie

Klimawandel: Umwelttechnologien stärker nutzen

Geltende internationale Vereinbarungen und einzelstaatliche Vorschriften reichen nach Ansicht von Experten gegen globale Erwärmung nicht aus. Wissenschaftler der Europäischen Kommission und des EU-unterstützten Forschungsnetzes ACCENT fordern einen besseren Einsatz vorhandener Technologien.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel/Berlin (red) - Bereits bestehende Technologien könnten dazu beitragen, die schädlichen Auswirkungen von Emissionen zu verringern. Nach Einschätzung der Forscher wäre es so auch möglich, die Ozonwerte in den meisten Regionen der Erde in Einklang mit den geltenden Standards zu bringen.

In einer Studie verglichen die Forscher die Ergebnisse von 26 Modellen für die Atmosphärenchemie der gesamten Erdatmosphäre. Aus den Modellen lässt sich ableiten, dass ohne Rechtsvorschriften die Emissionen auf ein potenziell gefährliches Niveau ansteigen würden. Auch die derzeit geltenden Rechtsvorschriften verhindern einen gefährlichen Anstieg der Emissionen nach dieser Studie nicht. Ein weiteres Szenario beschäftigte sich mit dem Potenzial bestehender Technologien zur Emissionsverringerung. Hier konstatierten die Forscher eine beträchtliche Verbesserung sowohl der Ozonwerte als auch der Folgen von Stickstoffanlagerung.

Die in der Zeitschrift "Environmental Science and Technology" veröffentlichte Studie zeige, dass ein besserer Einsatz der Technologien sowohl die Luftverschmutzung als auch die Erderwärmung durch Treibhausgase, die nicht unter das Kyoto-Protokoll fallen, verringern kann. Nun müssen eine Kosten/Nutzen-Analyse und eine Anleitung zu konkreten Maßnahmen folgen, so die Wissenschaftler.

Weiterführende Links
  • ACCENT
  • EU-Kommission