Studie

Klimawandel birgt Chancen für deutsche Wirtschaft

Der Klimawandel entpuppt sich als Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft. Anbieter "grüner Technologien" können bis 2030 mit einem Marktwachstum von rund 8 Prozent pro Jahr rechnen, wie aus einer Studie der Berenberg Bank und des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) hervorgeht.

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Hamburg (red) - Es gibt kaum eine Region, kaum eine wirtschaftliche Aktivität, die nicht von der prognostizierten Klimaveränderung betroffen wäre, daher bezeichneten 87 Prozent der großen, global agierenden Unternehmen den Klimawandel als wirtschaftliches Risiko durch mögliche Produktionsunterbrechungen, steigende Kosten aufgrund staatlicher Eingriffe oder durch drohende Wettbewerbs- und Imageprobleme.

"Wer Klimaveränderungen verhindert oder die Folgen des Klimawandels vermindert, wird gute Geschäfte machen", prognostiziert HWWI-Direktor Prof. Dr. Thomas Straubhaar. Für "kreative Tüftler, neugierige Erfinder, kluge Investoren und mutige Unternehmer" öffne sich mit dem Klimawandel ein weites Feld, "auf dem sie sich zunächst zu ihren Gunsten aber letztlich zum Wohle aller austoben können", so Straubhaar weiter.

Steigende Probleme erwartet Wolfgang Pflüger, Chefvolkswirt der Berenberg Bank, für Betreiber konventioneller Kraftwerke. Auf ihnen laste der Druck, Emissionsvolumina zu reduzieren, Wirkungsgrade zu erhöhen und gleichzeitig den Einstieg in CO2-freie Kohlekraftwerke zu schaffen. Das werde die Kosten der Energieerzeugung stark erhöhen, die jedoch durch die oligopolistische Anbieterstruktur vielfach über höhere Strompreise auf die Endverbraucher abgewälzt würden. "Die eigentlichen Verlierer dürften also die Stromkunden sein", so Pflüger.

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