Neues Ranking

Klimaschutzranking für Fluggesellschaften vorgestellt

Verbraucher können sich bei der Buchung eines Fluges künftig für den klimafreundlichsten Flieger entscheiden. Die Organisation atmosfair stellte kürzlich auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin einen Index vor, der die Fluggesellschaften aus Klimaschutzsicht vergleicht.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) – Für die Erstellung des Index gibt Geschäftsführer Dietrich Brockhagen folgenden Grund an: "Autofahrer können sich schon seit vielen Jahren vor dem Kauf eines Autos detailliert über den CO2-Ausstoß informieren". Mit der Neuheit von atmosfair könne jetzt auch jeder Passagier vor einem Flug eine Auswahl treffen. Der Index basiert auf dem CO2-Ausstoß einer Fluggesellschaft pro Kilometer und Passagier.

Unternehmen als Zielgruppe für Klimaschutzranking

Als Zielgruppe sieht Brockhagen vor allem Unternehmen mit vielen Geschäftsreisen. Bei Ausschreibungen für die Flugtickets könnten die Firmen damit den CO2-Ausstoß als ein Vergabekriterium einbringen und damit zu einem Wettbewerb der Airlines im Bereich Umwelt beitragen.

In dem Ranking schneidet die britische Chartergesellschaft Monarch Airlines am besten ab. Auf dem zweiten Rang folgt die deutsche Condor. Von den großen Fluggesellschaften liegt Emirates auf dem 30. Platz, vor Delta Airlines (33), Air France (37), Lufthansa (52) und British Airways (61).

So steigt man im Ranking auf

Die besten Werte erreichten Fluggesellschaften, die modernes Fluggerät einsetzen, das sich gut für die Kurz-, Mittel- oder Langstrecke eignet, viele Sitze darin unterbringen und dann sowohl die Sitze als auch den Frachtraum gut auslasten, sagte Brockhagen.

Das bedeute, dass bei guter Auslastung die Airlines am effizientesten Passagiere befördern, die am meisten Sitze anbieten und damit eine geringe Beinfreiheit. Allerdings hätten Fluggesellschaften unterschiedliche Prioritäten bei der Optimierung ihres Angebots an die Kunden. atmosfair bewerte diese Prioritäten jedoch nicht, sondern orientiere sich an den CO2-Emissionen.

Billigflieger blieben außen vor

Nicht einbezogen in das Ranking wurden Billigflieger. Brockhagen sagte zur Begründung, viele dieser Gesellschaften würden subventioniert. Zudem steuerten sie meist nicht die Zentren, sondern Regionalflughäfen an, und verursachten damit zusätzlichen Verkehr.