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StudieFrühzeitiger und umfassender Klimaschutz kann Kosten sparen, wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht. Denn die Kosten, um den Klimawandel aufzuhalten, würden in den nächsten Jahren deutlich ansteigen, wobei gleichzeitig auch die Erfolgschancen sinken.
Berlin (ddp/red) - Das ist das Ergebnis einer Studie des Versicherungskonzerns Allianz, der Umweltstiftung WWF, des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und vier weiteren Forschungsinstituten, die am Dienstag in Potsdam veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler rechnen in der Untersuchung mit dem Titel "RECIPE" vor, dass Investitionen in den Klimaschutz das Wachstum bis 2050 um etwa ein Jahr verzögern würden. Das ohne die Kosten des Klimaschutzes prognostizierte Wohlstandsniveau würde statt 2050 somit 2051 erreicht.
"Klimaschutz ist wirtschaftlich verträglich und machbar", sagte Ottmar Edenhofer, Chefökonom des PIK. "Für Europa macht sich der rechtzeitige Einstieg in einen umfassenden Klimaschutz sogar im Alleingang durch deutlich niedrigere Kosten bezahlt", fügte er hinzu. Der Studie zufolge könnten die Kosten zur Minderung des Treibhausgasausstoßes im Laufe des kommenden Jahrzehnts deutlich ansteigen und die Chancen, den Klimawandel aufhalten zu können, sinken. Nach 2020 schließe sich das Handlungsfenster für ambitionierten Klimaschutz ganz.
Allianz-Vorstandsmitglied Joachim Faber wies darauf hin, ein wichtiger Grund für sein Unternehmen, sich intensiv mit dem Klimaschutz zu beschäftigen, liege in der Tatsache, dass im globalen Industriegeschäft inzwischen 40 Prozent der Versicherungsschäden klimabedingt seien. Die Tendenz sei steigend. "Voraussetzung für die Investitionsbereitschaft unserer Kunden sind jedoch verlässliche Rahmenbedingungen, die die Regierungen jetzt setzen müssen", betonte Faber.
Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die globale Durchschnittstemperatur ohne Klimaschutzmaßnahmen um bis zu sieben Grad gegenüber vorindustriellem Niveau ansteigen kann. Als allgemein anerkannt gilt, dass zur Vermeidung katastrophaler Klimafolgen der globale Temperaturanstieg auf maximal 2 Grad begrenzt werden muss.
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