Wirtschaftsfaktor

Klimaschutz bringt deutschen Firmen Milliardenumsätze

Im Windschatten der Energiewende hat sich der Klimaschutz zu einem beträchtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Das geht aus einer Erhebung des Statistischen Bundesamts hervor. Wie die Statistiker am Dienstag mitteilten, haben deutsche Industriebetriebe und Dienstleister im Jahr 2010 allein mit Gütern für den Klimaschutz einen Umsatz von rund 42,3 Milliarden Euro erzielt.

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Wiesbaden/Sydney (dapd/AFP/red) - Der Löwenanteil dieser Umsätze entfiel mit 28,9 Milliarden Euro auf Waren für den Klimaschutz. Zugpferd des Umsatzschubs waren mit 11,7 Milliarden Euro die Produzenten von Photovoltaik-Anlagen. Die Hersteller von Windkraftanlagen tragen 4,4 Milliarden Euro dazu bei. Mit klimaschutzbezogenen Bauleistungen, wie sie zum Beispiel im Zuge der Wärmedämmung von Gebäuden erbracht werden, setzten die Betriebe 10,1 Milliarden Euro um.

Australien tritt dem Emissionshandel bei

Unterdessen wurde bekannt, dass sich Australien dem Emissionshandel der Europäischen Union anschließt. Ab Mitte des Jahres 2015 können australische Unternehmen auch EU-Verschmutzungsrechte kaufen und anerkennen lassen, wie der australische Minister für Klimawandel, Greg Combet, am Dienstag mitteilte. Drei Jahre später soll dies umgekehrt auch für europäische Unternehmen mit australischen Zertifikaten möglich sein. Der Emissionshandel war 2005 von der EU eingeführt worden, um den klimaschädlichen Treibhausgas-Ausstoß zu senken.