Informelle Gespräche

Klimakonferenz in Buenos Aires: Bescheidenes Ergebnis

Der Klimagipfel in Buenos Aires ist bereits in der vergangenen Woche hauptsächlich aufgrund der Blockadehaltung der USA mit keinem nennenswerten Ergebnis zu Ende gegangen. Lediglich in informellen Gesprächen auf globaler Ebene sollen die Strukturen der zukünftigen Klimapolitik weiter behandelt werden.

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Buenos Aires/Berlin (red) - Mit einem eher bescheidenen Ergebnis ist der Klimagipfel (CoP10) in Buenos Aires bereits in der vergangenen Woche zu Ende gegangen. Das ernüchternde Resultat geht nach Einschätzung des WWF voll auf das Konto der USA. "Die Bush Administration hat sich erneut als kompromissloser Blockierer profiliert", erläutert Regine Günther, Leiterin des Klimareferats beim WWF Deutschland.

Das rücksichtslose Vorgehen treffe vor allem die armen Länder, die von den Auswirkungen des Klimawandels am empfindlichsten getroffen würden. Vor diesem Hintergrund sei es schon ein Erfolg, dass die Strukturen der zukünftigen Klimapolitik in informellen Gesprächen auf globaler Ebene weiter behandelt werden. "Wir sind sehr froh, dass sich auch Minister Jürgen Trittin nachdrücklich für einen anspruchsvollen Klimaschutz eingesetzt hat", lobt Regine Günther.

"Das Ergebnis der Beratungen ist ein Kompromiss, der im Bereich Anpassung konkrete Fortschritte zeigt. So werden gerade für wenig entwickelte Länder allein von der EU Gelder in Höhe von jährlich 400 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um sie besser vor Überschwemmungen, Unwettern und anderen Klimaschäden zu schützen", erläuterte Umweltminister Jürgen Trittin im Anschluss an die Konferenz. Gleichzeitig kritisierte er die Zähigkeit, mit der einzelne Staaten - namentlich die USA ausgerechnet zusammen mit der OPEC - versucht haben, Gespräche über weitere Minderungen zu blockieren. Die über 100 Kyoto-Staaten dürfen sich seiner Meinung nach nicht von einzelnen Nicht-Kyoto-Staaten aufhalten lassen.