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VerhandlungenIn Kopenhagen wurde heute der Weltklimagipfel mit einer feierlichen Zeremonie eröffnet. Vertreter aus 192 sind zusammengekommen, um über globale Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels zu beraten.
Kopenhagen (ddp/red) - In den kommenden zwölf Tagen soll unter anderem ein Nachfolgeabkommen für das sogenannte Kyoto-Protokoll ausgehandelt werden, dessen Verpflichtungsperiode Ende 2012 ausläuft. Auf der Weltklimakonferenz in Bali vor zwei Jahren vereinbarten die Teilnehmerstaaten, die Verhandlungen über ein Abkommen für die Zeit nach 2012 in Kopenhagen abzuschließen.
Der Klimagipfel beginnt mit Verhandlungen auf Arbeitsebene. Zum Ende der zweiwöchigen Konferenz reisen schließlich die Staats- und Regierungschefs an. Erwartet werden neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch unter anderem Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und US-Präsident Barack Obama. Obama wollte ursprünglich in der ersten Woche nach Kopenhagen fliegen, kommt nun aber ebenfalls zur wichtigen Schlussrunde der Verhandlungen. Diese Entscheidung weckte bei Politikern und Umweltorganisationen neue Hoffnungen auf einen Erfolg der Verhandlungen.
Zuletzt waren die Chancen für ein verbindliches Abkommen deutlich gesunken. Als wahrscheinlicher gilt eine politische Vereinbarung, in der konkrete Ziele zur Minderung des Kohlendioxidausstoßes von Industrie- und Entwicklungsländern festgehalten werden, ebenso wie Zusagen zur Finanzierung des Klimaschutzes in den ärmeren Staaten. Ziel der Verhandlungen ist die Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau.
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Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, fordert mehr politisches Engagement für ein verbindliches Klima-Abkommen in Kopenhagen. Klimaforscher warnen derweil vor den dramatischen und nicht beherrschbaren Folgen des Klimawandels. Die Wirtschaft müsste zum Erreichen der angestrebten Klimaziele allerdings Milliarden investieren.
Knapp einen Monat vor der UN-Weltklimakonferenz ist sich der Bundestag weitgehend über die Bedeutung des Klimaschutzes einig. Über die Mittel gehen die Meinungen der Abgeordneten allerdings auseinander. Der neue Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat heute vehement für einen Erfolg der Verhandlungen geworben.
Der Klimawandel ist offenbar eine der größten Sorgen der Menschen. So fordert eine Mehrheit der Befragten in zwölf Ländern eine weltweite Einigung auf CO2-Reduktionsziele in Kopenhagen, jedoch glaub nur eine Minderheit an den Erfolg. Die Deutschen sind jedoch offenbar bereit, selbst zu handelt und zum Klimaschutz beizutragen.
Als erster deutscher Regierungschef überhaupt durfte Merkel vor beiden Kammern des US-Kongresses sprechen. Dabei forderte sie von den US-Parlamentariern rasches Handeln beim Klimaschutz, um dem Klimagipfel im Kopenhagen zum Erfolg zu führen. Präsident Obama kann diese Schützenhilfe gut gebrauchen.
Klimaforscher sehen dem Klimagipfel von Kopenhagen im Dezember mit großen Erwartungen und begrenztem Optimismus entgegen. Wissenschaftler machten am Samstag in Göttingen auf einem Klimakongress deutlich, dass energische Initiativen gegen die Erderwärmung ergriffen werden müssten, rechnen in Kopenhagen aber nicht mit einem großen Wurf.
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