Weltklimakonferenz

Klimaabkommen zwischen Bayern und Mexiko

Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) setzt auf "regionale Klimapartnerschaften". Söder sagte der Nachrichtenagentur dapd am Rande der Weltklimakonferenz im mexikanischen Cancún, jede Region könne einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen leisten. Dabei trage die Umwelttechnologie nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern schaffe auch Arbeitsplätze.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Cancún (dapd/red) - Söder verwies darauf, dass Bayern mit dem Bundesstaat Mexiko, welcher Mexiko Stadt umschließt, eine Klimapartnerschaft entwickle. Ein entsprechendes Abkommen habe er am Donnerstag in Cancún unterzeichnet. Geplant seien neben einem Informationsaustausch auch konkrete Kooperationsprojekte.

Verantwortlicher Umgang mit natürlichen Ressourcen wichtig

Dies bedeute eine "Wachstumschance" für bayerische Unternehmen, fügte der Umweltminister hinzu. Im Bundesstaat Mexiko zählten insbesondere die Trinkwasserversorgung und das Abwassermanagement zu den großen Herausforderungen. Bei der Zusammenarbeit der beiden Regionen gehe es zudem um den "verantwortlichen Umgang mit natürlichen Ressourcen".

Bayern hat zudem nach Angaben von Söder als erstes deutsches Bundesland mit der mexikanischen Nationalparkkommission (CONANP) in Cancún ein Kooperationsabkommen geschlossen. Der Minister betonte: "Sowohl Mexiko als auch Bayern besitzen einen einmaligen Naturreichtum." Nachhaltiger Ökotourismus biete beiden Regionen große wirtschaftliche Chancen.

Ökosysteme sollen geschützt werden

Gemeinsames Ziel sei es, den Wert der Naturgebiete und Nationalparke zu erhalten und weiter zu stärken. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sollen Söder zufolge unter anderem der Natur- und Artenschutz sowie das Besuchermanagement in Nationalparks sein.