Studie

Klima- und Energiepolitik kann 500.000 Arbeitsplätze schaffen

Eine "stringente Energie- und Klimapolitik" könnte einer Studie zufolge das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands bis zum Jahr 2020 um mehr als 70 Milliarden Euro steigern. Zudem könnte zusätzliche Beschäftigung für rund eine halbe Million Menschen entstehen, wie das Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung mitteilt.

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Karlsruhe (ddp/sm) - Möglich werde dies durch zusätzliche Investitionen in effiziente Energieerzeugungsanlagen, Entwicklung der erneuerbaren Energien, Dämm- und Heiztechnikverbesserung in Gebäuden und Effizienzsteigerungen im Verkehr. Das Fraunhofer-Institut untersuchte gemeinsam mit anderen Instituten den Angaben zufolge die Einsparwirkung des Energie- und Klimapakets, das die Bundesregierung im vergangenen Jahr beschlossen hat, und ergänzte es um weitere CO2-Einsparmöglichkeiten. Die Umsetzung der beschlossenen 29 Maßnahmenpakete soll zur Erreichung einer CO2-Einsparung in Deutschland von 35 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 führen.

Die Maßnahmen lösen der Studie zufolge zusätzliche Investitionen von rund 30 Milliarden Euro jährlich aus und führen zu deutlichen Senkungen der Energiekosten bei Industrie, Dienstleistungen und Haushalten von bis zu minus 15 Prozent im Jahr 2020. Bei "moderaten fossilen Energiepreisen" führe dies zu einer Einsparung der Energieimporte von 20 Milliarden Euro im Jahr 2020, hieß es weiter.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) wird die Studie den Angaben zufolge am Donnerstag auf der 14. UN-Klimakonferenz in Posen in die Diskussion einbringen.