"Energiewende einleiten"

Klima-Allianz ruft Bundesregierung zum Handeln auf

Umweltverbände, Vertreter der Kirche und Entwicklungsorganisationen haben sich in einer Klima-Allianz zusammengeschlossen, die sich für eine entschlossenere Klimapolitik einsetzt. Dazu gehöre der Ausbau erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung statt dem Bau neuen Braunkohlekraftwerke.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - In einer "Klima-Allianz" haben sich Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, Entwicklungsorganisationen wie der Evangelische Entwicklungsdienst, Brot für die Welt, die Diakonie Katastrophenhilfe und Misereor, Umweltverbände wie der BUND, DUH, Greenpeace, NABU und der WWF sowie weitere Organisationen wie der Deutsche Alpenverein und attac vereint. Insgesamt über 40 Organisationen veröffentlichten einen gemeinsamen Aufruf für eine entschlossenere Klimapolitik.

"Trotz einhelliger Warnungen der Wissenschaftler wird der Klimaschutz immer wieder von kurzsichtigen wirtschaftlichen oder politischen Interessen blockiert. Die Klima-Allianz soll Anstöße zu einer gesellschaftlichen Bewegung für mehr Klimaschutz geben", begründet Angelika Zahrnt, Vorsitzende des BUND, den Zusammenschluss. "Wir rufen die Bundesregierung dazu auf, ein neues Klimaschutzprogramm vorzulegen, damit bis 2020 die klimaschädlichen Emissionen um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 verringert werden."

Grundlage dafür sei der entschlossene Ausbau erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung, anstatt neue Kohlekraftwerke zu bauen. Die Trägerorganisationen der Klima-Allianz forderten die Abschaltung der Atomkraftwerke und ein Fördergesetz für erneuerbare Energien im Bereich der Gebäudeheizung. Konrad von Bonin, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Entwicklungsdienstes: "Die Industriestaaten müssen die Kosten der Anpassung an den Klimawandel in den Entwicklungsländern mittragen und beim Aufbau einer klimaverträglichen Energieerzeugung helfen."

"Politik und Wirtschaft müssen endlich die Energiewende einleiten", meint Roland Hipp, Kampagnengeschäftsführer von Greenpeace. "Bloße Lippenbekenntnisse zum Klimaschutz reichen nicht aus." Anstatt Grundsteine für Braunkohlekraftwerke zu legen, müsse Bundeskanzlerin Angela Merkel die Basis für eine zeitgemäße Energieversorgung ohne Atomkraft und Kohle schaffen.

Die Trägerorganisationen der Klima-Allianz laden auch Unternehmen, Gewerkschaften und weitere Organisationen dazu ein, sich dem Bündnis anzuschließen.

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