Klimaschutz

Klima-Allianz fordert Maßnahmen statt Ankündigungen

Am 23. und 24. August sollen auf einer Kabinettsklausur die Eckpunkte für die weiteren energie- und klimapolitischen Maßnahmen der Bundesregierung festgelegt werden. Die Klima-Allianz erwartet vom Kabinett klare Beschlüsse mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen um mindestens 40 Prozent bis 2020 zu senken.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn/Berlin/Stuttgart (red) - Das Bündnis "Die Klima-Allianz" sieht diese Kabinettsklausur als klimapolitische Nagelprobe für Bundeskanzlerin Merkel und ihre Bundesregierung. "Dort wird sich entscheiden, ob die deutsche Regierung weiterhin Ankündigungsweltmeister im Klimaschutz bleiben will oder nun endlich die notwendigen Gesetzesmaßnahmen und Anreizsysteme für Klimaschutz in die Wege leitet", so Wolfgang Ehrenlechner, Bundesvorsitzender der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB).

Klimapolitische Messlatte sei dabei, die deutschen Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 zu verringern. Die Klima-Allianz schlägt dafür unter anderem dynamische Anreizsysteme zur Senkung des Energieverbrauchs im Gebäudebereich und bei Elektrogeräten, einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren Energien, ein Fördergesetz für den Einsatz Erneuerbarer Energien im Wärme- und Kältebereich sowie einen verstärkten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung vor.

Auf dem Weg zu einer Vollversorgung durch klimaverträgliche Erneuerbare Energien, verfolgen die Maßnahmen darüber hinaus das Ziel einer Reduktion der Treibhausgase von mindestens 80 Prozent bis Mitte des Jahrhunderts. "Es geht um nicht weniger als den vollständigen Umbau unserer Energieversorgung", so Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH).

"Es wird Zeit, die enormen Innovations- und Arbeitsplatzpotenziale, die eine klimaverträgliche Wirtschaft bietet, zu nutzen", so Nina Scheer, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Grünen Wirtschaft "UnternehmensGrün".