Solarenergie

Kleine Solarparks in Bayern sollen mehr gefördert werden

Bayern fordert von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) umfassende Änderungen an dessen Plänen für die Photovoltaik-Vergütung. Besonders bei den Großflächenanlagen im ländlichen Raum mahnte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) Änderungen an, weil er "grundsätzliche Bedenken gegen großflächige Anlagen" habe.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Passau (ddp/red) - In einem Brief an Röttgen, der der "Passauer Neuen Presse" (Samstagausgabe) vorliegt, drängt Brunner darauf, große Solarparks deutlich niedriger zu fördern als kleine.

Keine Bevorzugung von Großanlagen

"Da gerade bei Freiflächenanlagen mit zunehmender Größe erhebliche Degressionseffekte bei den Anschaffungskosten zu verzeichnen sind, müssen auch hier analog zu anderen alternativen Energien Leistungsklassen für die Vergütung eingeführt werden. Ohne Größendifferenzierung findet bei Großanlagen nachweislich eine dauerhafte Überförderung und Bevorzugung statt", schreibt Brunner. Er warnt, dies führe "zu Flächenkonkurrenzsituationen und Verwerfungen, die letztlich der gesellschaftlichen Akzeptanz der Photovoltaik schaden".

Fokus auf kleine Solaranlagen lesen

Stattdessen solle man "den Fokus auf kleinere Anlagen richten, die sich an geeigneten Standorten eher in die Landschaft einfügen lassen". Röttgen hatte im Januar ein Papier zur Senkung der Vergütungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz vorgestellt, in dem unter anderem die Absenkung der Vergütung für Freiflächenphotovoltaikanlagen um 15 Prozent noch in diesem Jahr vorgeschlagen wird.