Abbauverzicht

Klageverfahren gegen Kohleabbau in Primsmulde Süd eingestellt

Die Klageverfahren gegen einen Kohleabbau in der Primsmulde Süd vor dem Verwaltungsgericht in Saarlouis sind eingestellt worden. Grund sei der rechtsverbindliche Verzicht der RAG Deutsche Steinkohle auf einen Abbau in diesem Feld, teilte das Gericht am Donnerstag mit.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarlouis (ddp-rps/sm) - Das Bergbauunternehmen hatte nach dem schweren bergbaubedingten Beben am 23. Februar und einem darauf erfolgten vorläufigen Abbaustopp Mitte April erklärt, dort endgültig keine Kohle mehr fördern zu wollen. Die Verfahrensbeteiligten hätten daraufhin die Verfahren für erledigt erklärt, teilte das Gericht mit. Die Verfahren seien bereits am 29. Mai eingestellt worden.

Seit Anfang April wird stattdessen im Flöz Grangeleisen wieder Kohle gefördert. Ein Genehmigungsverfahren für den Abbau im Flöz Wahlschied wurde eingeleitet, seit Mitte Mai liegen die Unterlagen zur Anhörung für alle Beteiligten für vier Wochen aus.

Nach dem Verzicht auf die Primsmulde Süd ist das endgültige Ende des Saarbergbaus für das Jahr 2012 geplant. Das Auslaufen soll sozialverträglich, also ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen.