Bürgerinitiative

Klage scheitert: AKW Obrigheim wird abgerissen

Das Atomkraftwerk Obrigheim steht seit 2005 still, 2008 wurde mit dem Abriss begonnen. 2.300 Tonnen radioaktiver Abfall müssen dabei abgebaut werden. Einige Anwohner fühlen sich nicht sicher und hatten vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg Klage gegen die Abbaugenehmigung eingereicht.

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Mannheim (dpa/red) - Ein großes Ziel haben sie mit Stilllegung und Abriss des Atomkraftwerkes Obrigheim bereits erreicht. Doch Anwohner fürchten noch immer um ihre Sicherheit. Vier Mitglieder einer Bürgerinitiative sind am Donnerstag vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) in Mannheim mit ihrer Klage gegen die Stilllegungs- und Abbaugenehmigung für das AKW gescheitert (Az.: 10 S 3450/11). Die Genehmigung verletze die Kläger nicht in ihren Rechten, entschied der VGH-Senat. Das Papier sei weder formal noch inhaltlich rechtswidrig, die Öffentlichkeit ausreichend beteiligt gewesen.

AKW Obrigheim seit 2005 abgeschaltet

Die Kläger hatten argumentiert, vor der Abrissgenehmigung durch das Land sei eine Bürgerbefragung nötig gewesen. Außerdem seien Risiken wie Störfälle oder der gezielte Absturz eines Flugzeugs während des Akw-Abrisses nicht ausreichend bedacht worden. Das AKW Obrigheim bei Heilbronn ist seit 2005 abgeschaltet und wird seit 2008 abgerissen. 275.000 Tonnen Material müssen abgebaut werden, darunter 2.300 Tonnen radioaktiver Abfall.

Quelle: DPA